Long Beach |
Russian Scorpion B-427, U-Boot |
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+ Lage, Preis, original erhaltenes U-Boot – nicht mehr zu besichtigen, Parkplätze extrem teuer Das sowjetische U-Boot B-427 war von 1971 bis 1994 im Dienst der russischen Pazifikflotte, von 1998 bis 2015 lag es in Long Beach als Museumsschiff direkt neben der RMS Queen Mary am Kai. Die Amerikaner nannten das U-Boot der Foxtrot-Klasse Russian Scorpion, eine selbstgeführte Tour auf dem 91 Meter langen U-Boot zeigt das Innenleben mit Torpedorohren, Kaptitäns Kabine und Arbeitsplätzen der insgesamt 78 Mann starken Besatzung, ich hatte es im Mai 2010 besichtigt und hoffe ein paar Tipps und Hinweise zum Besuch sind hilfreich. InformationEs gab vor Ort eine faltbare Broschüre mit einen ausreichenden Text, den technischen Daten und einen Übersichtsplan vom U-Boot. Der Rundgang durch den gesamten Rumpf war mit Stationen unterteilt auf denen es Ansagen von Band auf Englisch mit russischen Akzent gab, das war wirklich sehr gut gemacht.Lage![]() Russian Scorpion B-427, U-Boot am Pier, 1126 Queens Highway, Long Beach, CA 90802 Das U-Boot lag im Hafen im Bereich Windsor Way direkt neben dem RMS Queen Mary, der Hafen befindet sich südlich vom Stadtzentrum. Die Touristenattrakion ist natürlich in jeder Karte eingezeichnet, in der Umgebung befinden sich der Harry Bridges Memorial Park und das Hotel Maya. AnreiseDie Anreise geht am einfachsten mit dem Mietwagen, leider sind die Parkplätze extrem teuer, länger als eine Stunde kostete 12,– US Dollar. Es gibt auch einen Bus oder eine Fähre mit der man den Bereich erreichen kann.Preis![]() Russian Scorpion B-427, Eingang 10,95 US Dollar im Mai 2010. EintrittskartenDie Eintrittskarten bekam man direkt vor Ort.ÖffnungszeitenDie Besichtigung war von 1998 bis 2015 möglich, da das U-Boot teilweise überflutete musste es für die Öffentlichkeit gesperrt werden.Geschichte![]() Russian Scorpion B-427, Zugangsbrücke und Deck vom U-Boot Die U-Boote der Foxtrott Klasse waren die größten nicht nuklear angetriebenen Schiffe, es wurden insgesamt 79 Stück von 1958 bis 1984 gebaut. Diese Boot fuhr die meiste Zeit im Pazifik um nach feindlichen U-Boot zu suchen. Die B-427 wurde 1971 innerhalb von nur zwei Monaten von der Sudomekh Werft in Leningrad bebaut. Der Einsatz in der Flotte war von 1971 bis 1994. Brücke![]() Russian Scorpion B-427, Brücke mit Fenstern Die Brücke ist geschlossen und bietet somit Schutz vor dem Wetter, die Fenster hatten bei der Fahrt über Wasser ihren Sinn. Das U-Boot konnte 300 Meter tief tauchen und dabei eine Höchtsgeschwindigkeit von 27,8 km/h erreichen, die maximale Geschwindigkeit im aufgetauchten Zustand betrug 29,6 km/h. Torpedo![]() Russian Scorpion B-427, Torpedorohre Es gab insgesamt 10 Torpedorohre an Bord, die konnten die maximal 22 Torpedos noch vorne oder nach hinten abfeuern. Steuerung![]() Russian Scorpion B-427, Gang mit Handventilen zur Steuerung Das U-Boot taucht ab wenn Wasser in Ballasttank gepumpt wird, zum Auftauchen wird mit Druckluft das Wasser aus den Tanks gedrückt. Maschinenraum![]() Russian Scorpion B-427, Maschinenraum mit Pumpen Der Antrieb bestand aus drei Dieselmotoren die jeweils 2000 PS hatten, dazu drei Elektromotore mit zweimal 1350 PS und einmal 2700 PS und einen Hilfsmotor mit 180 PS. Die Fahrt unter Wasser ging elektrisch mit drei Propellern. Die Dieselmaschinen konnten mit einem Schnorchel mit Luft versorgt werden, richtig untergetaucht kam die Leistung aus den Batterien. Kapitänskabine![]() Russian Scorpion B-427, Kapitänskabine Die Kapitänskabine ist natürlich die größte und hat am meisten Komfort. Die Mannschaften hatten 27 Pritschen für 54 Personen, zwei Soldaten teilten sich somit im Wechsel ein Bett. WC![]() Russian Scorpion B-427, WC und Waschbecken Es gab drei Toiletten und zwei Duschen an Bord, die mussten sich die 78 Mann Besatzung für bis zu 3 Monate auf See teilen. FotografierenDas Fotografieren ist ohne Einschränkungen erlaubt.KontaktTelefon +1e–mail AdresseInternethttps://en.wikipedia.org/wiki/Soviet_submarine_B-427FazitDas U-Boot bot für den Besucher eine einmalige Atmopshäre, die Enge zu erleben ist ein echtes Erlebnis, was fehlt ist natürlich das echte Gefühl unter Wasser eingesperrt zu sein, der Geruch, die Temperaturen, Geräusche, Gefahr durch Beschuss und so weiter kann man sich kaum vorstellen. Ich kann nur jedem empfehlen einmal an Bord eines anderen U-Bootes zu gehen, dieses ist ja leider nicht mehr zu besuchen. |