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Renegade, 1.6 Liter Diesel, Schaltgetriebe |
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+ Motor, Verbrauch, Platzangebot vorne und hinten, Komfort, Design, Qualität, Lenkung, Fahreigenschaften, Fahrleistungen, Getriebe, Preis, Ausstattung, Navigationssystem, einfache Bedienung – nur Reifenreparaturset Der Jeep® Renegade ist ein gelungener Italowestern der viele Menschen zum Händler locken wird. Der Wagen mit der amerikanischen Karosserie wird in Italien mit einem italienischen Herzen produziert. Das gehört zu den stärksten auf dem Markt, der 4 Zylinder Dieselmotor sorgt für einen Durchschnittverbrauch von gut 5 Litern / 100 km und im Innenraum meint man einen Benziner zu fahren. Ich hatte das SUV Sport Utility Vehicle im März 2016 und April 2017 in Spanien nur als Mietwagen übernommen und nach insgesamt 2119 Kilometern wieder abgegeben und hoffe die kurzen Eindrücke sind hilfreich, hier ein paar Erfahrungswerte zum Fahrzeug. Preis24 300,– € betrug der Preis im Jahr 2016 für den 1.6 Liter Diesel in der Longitude Ausstattung, dazu kommt ein Komfortpaket 1490,– €, Metalliclackierung 590,– € und ein Navigationsgerät 690,– €, unter Vorbehalt waren das die wesentlichen Positionen auf der 20 Seiten langen Aufpreisliste im PDF Format. Der Gesamtpreis betrug im Jahr 2016 somit gut 27 070,– €. Die Ausstattung war mit 6 Gang Handschaltung, mehreren Airbags, Servolenkung, Dachreling, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorne und hinten, Tempomat, automatische Klimaanlage, ESP, ASR u.s.w. schon gut.KarosserieJeep® Renegade, Ansicht von vorne / Seite Der Renegade ist sofort als Jeep® zu erkennen, die 7 hochstehenden Schlitze im Kühlergrill sollen das Markenzeichen sein, zusammen mit den runden Scheinwerfern erinnert somit auch viel an das ursprüngliche Militärfahrzeug der US Amerikaner. Die hohe Karosserie mit den vier Türen bietet viel Platz im Innenraum und man kann tatsächlich von einem Viersitzer sprechen. Das Retrodesign wirkt erstaunlich zeitlos, ich vermute man sieht es sich nicht so schnell über. Die „Farbe“ oder besser gesagt der Grauton Silbermetallic passt perfekt, hier sieht man leichte Verschmutzungen nicht und der Wagen sieht immer „sauber“ aus. Die Windschutzscheibe steht steil im Fahrtwind und zusammen mit den breiten A Säulen entsteht so ein extrem robuster Eindruck. Jeep® Renegade, Ansicht von hinten / Seite Die Ansicht von hinten bietet mit den Kreuzen in den Rückleuchten eine kleine Spielerei, sie soll an die Kanister erinnern die in der Militärversion so eine Prägung im Metall hatten. Die Heckklappe ist groß und öffnet sich auch mit einem seperaten Doppeldruck auf der Fernbedienung, leider kann man nicht darunter stehen wenn man über 1,88 Meter groß ist. Die Erscheinung vom Wagen ist zusammen mit der Dachreling und den Kunststoffteilen robust. Die Leichtmetallfelgen sind vermutlich genauso schwer wie einfache Stahlräder mit Radkappen, aber gehören wohl zu einem Freizeitfahrzeug dazu. MotorJeep® Renegade, 1.6 Liter Diesel Motorraum Der 1.6 Liter große 4 Zylindermotor holt aus genau 1598 cm³ Hubraum 88 kW bei 3750 min¹ raus, das Drehmoment beträgt maximal 320 Nm bei 1750 min¹. Der technische Aufwand beim MulitJet Dieselmotor „Motore 55260384“ dürfte hoch sein. Das es ein Diesel ist hört man nur wenn man neben dem Wagen steht, dann hört man das typische „Dieselnageln“, im Innenraum könnte ich bei 100 km/h auf der Autobahn nicht sagen ob es ein Benzin oder Dieselmotor ist. Der Wagen ist damit mehr ausreichend motorisiert, die Euro Norm 6 wird 2016 erfüllt. Der Mietwagen war erst 2 Monate zugelassen und hatte nur 6021 Kilometer auf dem Tacho. AntriebDer Wagen hat keinen Allradantrieb, nur die Vorderräder übertragen die Kraft vom Motor auf die Straße. Ich würde deshalb auch nicht von einem Geländewagen sondern nur von einem SUV Sport Utility Vehicle sprechen. Es gibt auch eine wirkliche 4 x 4 Version die sich aber auch wohl nur für Leute lohnt die einen schweren Anhänger ziehen wollen oder tatsächlich im Gelände fahren.Verbrauch März 2016Ich hatte auf 1258 Kilometern 60,81 Liter Diesel getankt, der Verbrauch lag somit bei 4,8 Liter / 100 km. Der Bordcomputer zeigte einen Durchschnittsverbrauch von 4,7 Liter / 100 km, die minimale Abweichung beim Verbrauch ist durch einen nicht ganz vollen Tank bei der Übernahme zu erklären. Ich bin auf der von Madrid nach Granada viel Autobahn bei 100 km/h gefahren, etwas kurvige und bergige Landstraßen und ganz wenig Stadtverkehr ohne Staus. Die Reichweite mit dem 48 Liter großen Tank beträgt über 800 Kilometer, der Verbrauch scheint mir insgesamt für die Größe vom Fahrzeug und Motor vergleichsweise sehr niedrig zu sein. Die Klimaanlage hatte ich nur kurz eingeschaltet, sie erhöht sonst natürlich den Verbrauch. Die Werksangabe für den Kraftstoffverbrauch außerorts lautet 4,0 l/100 km, den kann man meiner Meinung nach nicht erreichen. In der Stadt werden 5,1 Liter pro einhundert Kilometer und kombiniert 4,4 Liter pro 100 km angegeben. Die CO2–Emissionen werden kombiniert mit 115 g/km angegeben, die Effizienzklasse lautet A.Verbrauch April 2017Der Verbrauch auf der 848 km langen Strecke betrug laut Bordcomputer 4,8 Liter / 100 Kilometer, der rechnerische Wert lag bei 4,97 Liter / 100 Kilometer, es fehlten bei der Übernahme also 0,618 Liter. Ich bin fast nur auf Autobahnen und Landstraßen gefahren und hatte den Tempomat auf 100 km/h pro Stunde eingestellt, die tatsächliche Geschwindigkeit ist dann 95 km/h, die wird vom TomTom Navigationsgerät angezeigt. Die Klimaanlage hatte ich nur einmal kurz eingeschaltet, die Strecke hatte einige Höhenunterschiede aber keine großen Steigungen.GetriebeDas Schaltgetriebe hat 6 Gänge und läßt sich sehr leicht bedienen. Die Schaltwege sind realtiv kurz und auch die Kupplung hat einen knappen Weg und wurde auch auf Sportlichkeit abgestimmt. Es gibt eine Schaltpunktanzeige die allerdings immer zu früh aufleuchtet und zum Hochschalten ermahnt. Eine Besonderheit ist vielleicht das diese Schaltanzeige auch zum Runterschalten auffordert.FahrleistungenDie Höchstgeschwindigkeit beträgt 178 km/h und die Beschleunigung von Null auf Hundert dauert 10,2 Sekunden. Das Fahrwerk ist eher weich denn sportlich und straff abgestimmt, trotzdem fährt man auch schnell durch enge Kurven. Der Federungskomfort ist sehr gut und der Wagen ist immer komfortabel, auch auf schlechten Streckenabschnitten. Die Wendigkeit und Spritzigkeit eines Kleinstwagens kann man natürlich nicht erwarten. Die Fahrleistungen reichen völlig aus und man fühlt sich mehr als ausreichend motorisiert wenn man sich an die maximalen Geschwindigkeitsbegrenzungen hält.HandbremseEin Rätsel ist die Handbremse die vom Hersteller als innovative elektromechnische Parkbremse bezeichnet wird und sich über einen einen Knopf in der Mittelkonsole betätigen läßt. Ich kann keinen Mehrwert für diesen technischen Aufwand erkennen, eher das Gegenteil, denn gefühlvoll kann man diese Handbremse nicht betätigen, der Schalter kennt nur EIN oder AUS.LenkungDie Servolenkung funktioniert einwandfrei, man hat Rückmeldung von der Fahrbahn und ausreichend Unterstützung. Der Wendekreis ist mit 11 Metern angegeben, der Wagen ist aber eingeschränkt handlich in der Stadt. Der Tempomat befindet sich auf der rechten Seite vom Lenkrad und war von der Bedienung nicht ganz perfekt, teilweise wurde die letzte Geschwindigkeit nicht gespeichert.Spurhalte AssistenzsystemDer Wagen im April 2017 hatte die Limited Ausstattung mit dem LaneSense™ Lane Departure Warning System. Ich hatte das auf einer fast leeren Autobahn mal ausprobiert, ansonsten wäre mir das zu gefährlich. Es scheint schwierig zu sein die Fahrbahnmarkierung zu erkennen, das kann am Sonnenlicht oder verblassten Markierungen liegen, mir als Autofahrer ist die Ursache egal, nicht egal ist es mir wenn ich von der Fahrbahn abkomme weil das System versagt hat. Es hat teilweise funktioniert, aber grundsätzlich entweder der Fahrer fährt das Auto oder ein Computer, ich persönlich fahre lieber selbst.ReifenDer Wagen hatte Sommerreifen im Format 215/65 R16 98H von Good Year Modell Efficientgrip SUV 4X4 montiert, der Reifendruck ist mit 2,4 bar vorne und 2,2 bar hinten angegeben, bei voller Zuladung soll man ihn auf 2,4 bar / 2,4 bar erhöhen. Ein Reserverad gibt es nicht nur ein Reifenreperaturset, das spart auf jeden Fall Platz und Gewicht, ob man aber im Notfall damit einen Reifen wieder fahrbereit bekommt wage ich zu bezweifeln. Die Reifen vom amerikanischen Hersteller Good Year waren „Made in Germany“ und sind subjektiv gut, soweit man das als Laie beurteilen kann, es gab auch keine besonderen Abrollgeräusche.Der Wagen im April 2017 hatte Sommerreifen im Format 215/60 R17 96V von Michelin Modell Green X® Primacy 3 Made in Germany montiert, die Abrollgeräusche waren niedrig und die Reifen unauffällig.
Innenraum
Den Innenraum erreicht man sehr bequem durch vier große Türen, auf dem Fahrerplatz gibt es ausreichend Kopffreiheit, auch die Beine haben viel Platz. Der Sitz ist sehr hoch, somit hat man viel Platz für die Beine und sitzt aufrechter wie auf einem Stuhl. Es gibt keine besonderen Einschränkungen zwischen Lenkrad und Mittelkonsole. Die Sitze sind straff gepolstert und auch nach Stunden noch bequem, die Sitzposition und Verstellmöglichkeiten sind ebenfalls einwandfrei. Die einfache und robuste Gestaltung ist nicht besonders modern aber sehr übersichtlich, man findet sofort alle Bedieneinheiten. Die Qualität macht einen soliden Eindruck, die Kunststoffteile sind alle recht hochwertig und nichts wackelt oder klappert. Der Innenraum wirkt durch die vielen schwarzen Flächen relativ dunkel, es gibt zum Glück keine glänzenden und spiegelnden Oberflächen. Die Ausstattung ist in der Longitude Version schon komplett, ich hätte keine weiteren Wünsche, da ist wirklich alles Wichtige an Bord. Es gibt für den Fahrer– und Beifahrer einen Airbag und zusätzlich Seitenairbags. Die Bedienung ist völlig unkompliziert, hier braucht man keinen Blick in die Bedienungsanleitung. Die Ausstattung war mit vier elektrischen Fensterhebern, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und vielem mehr zeitgemäß. Die Rücksitze kann man auch nutzen wenn vorne zwei große Erwachsene sitzen, es gibt ausreichend Beinfreiheit für Erwachsene. Der Wagen ist ein wirklicher Viersitzer, zur Not auch für 5 Personen geeignet. Die Kopfstützen sind für jeden Platz vorhanden und in der Höhe verstellbar. Armaturen, RadioJeep® Renegade, Armaturenbrett / Innenraum Das Armaturenbrett bietet mit dem Haltegriff für den Beifahrer Geländewagengefühle, auch sonst ist alles wunderbar robust und einfach. Es gibt keine empfindlichen Hochglanzkunststoffflächen oder ähnlich störende Dinge. Die Windschutzscheibe steht steil und dadurch gibt es zusammen mit der hohen Sitzposition oberhalb der Fahrbahn einen schönen Ausblick. Das Uconnect™ Smartouch Multimedia System muss man in höchsten Tönen loben, mit ein wenig technischen Grundverständnis kann man es sofort bedienen. Radio, Medien USB oder Bluetooth® und Navigation von TomTom sind die Hauptfunktionen die man über Tasten und den den berühungsempfindlichen Bildschirm bedient. Die Bluetooth® Verbindung mit dem Samsung GT–C3590 Mobiltelefon funktionierte sofort, der Jeep® identifiziert sich mit „Uconnect 1C4BU0000GPD05495“. Man konnte mp3 Dateien abspielen und auch direkt über den Bildschirm steuern. Die Verbindung mit dem USB Stick ging ebenso problemlos, es wurden sofort die ersten mp3 Dateien wiedergegeben. Die zwei Zonen Klimaanlage hatte ich im Ende März / Anfang April nicht benötigt, aber einmal kurz eingeschaltet, es reicht die Temperatur einzustellen. Die Schalter für die elektrischen Fensterheber sind in der Fahrertür eingebaut, dort gab es auch noch einen Schalter die Türen zu verriegeln. Jeep® Renegade, Armaturen mit Drehzahlmesser, Kühlmitteltemperatur, Kompass, Außentemperatur, Uhrzeit, Bordcomputer, Tempomat, Tankinhalt und Geschwindigkeitsanzeige Die Armaturen ließen sich sehr gut ablesen, es gibt einen Drehzahlmesser, eine Kühlmitteltemperaturanzeige, einen Kompass, eine Außentemperaturanzeige, eine Uhr, einen Bordcomputer, eine Tempomatanzeige, eine Tankuhr und eine Geschwindigkeitsanzeige. Der Bordcomputer zeigte in mehreren einfach durchzuschaltenen Menüs diverse Daten an. Die Bedienung am Lenkrad links mit den Tasten Hoch, Runter, Rechts, Links und Okay war denkbar einfach. Aufzeichnung persönlicher DatenDie Fahrzeuge können viele Daten erfassen, das Navigationssystem von TomTom fragt vor jeder Benutzung mit folgenden Text:„TomTom möchte Daten zu Ihrer Verwendung dieses Navigationssystems sammeln. Die Informationen werden auf Ihrem System gespeichert, bis wir sie abrufen und sicherstellen, das sie nicht mehr aus Sie zurückzuführen sind. Wir nutzen diese Informationen anonym dazu, unsere Produkte und Dienste zu verbessern.“, dem kann man zustimmen oder es ablehnen.KofferraumJeep® Renegade, Kofferraum mit Zwischenboden ohne Reserverad unter der Abdeckung Der Kofferraum ist mit 351 Liter Volumen für einen SUV relativ klein, die Kleinigkeiten wie das Warndreieck, der Verbandkasten oder die Warnweste kann man in einem doppelten Boden verstauen. Der Wagen wiegt leer 1479 kg und das Gesamtgewicht darf 1905 kg betragen, daraus ergibt sich für die Wagengröße eine recht niedrige Zuladung von 426 kg. Jeep® Renegade, Kofferraum mit geteilt umklappbaren Rückenlehnen Die Rückenlehne läßt sich geteilt umklappen dann erhält man einen gut nutzbaren Laderaum mit 1297 Liter Volumen. Die Rückenlehne vom Beifahrersitz läßt sich nach vorne klappen, somit kann man lange Gegenstände bis zum Armaturenbrett hin durchladen. Die Heckklappe öffent sich trotz der hohen Karosserie nicht so hoch das man als 1,88 m großer Mensch darunter stehen könnte, das ist wirklich unpraktisch und auch unverständlich. Fahrzeugschein, Zulassungsbescheinigung Teil 1Die EU hat die Fahrzeugscheine vereinheitlicht und sie nennt sich nun Zulassungsbescheinigung Teil 1. Im Prinzip eine gute Sache, aber für den Verbraucher ist die Gestaltung extrem unübersichtlich. Die Angaben sind durch Buchstaben oder Buchstaben Ziffern Kombinationen abgekürzt. Die Erklärung findet sich in winziger Schrift auf der Rückseite. Hier eine deutliche Tabelle am Beispiel des Mietwagens Jeep® Renegade mit Diesel Motor und Schaltgetriebe, in Spanien waren aber nicht alle Daten mit auf der Bescheinigung. Die Information ist für eine Anmietung natürlich nicht wichtig, aber vielleicht mal ganz interessant was der Mietwagen laut Gesetzgeber kann und darf. Das Leergewicht wird wie folgt definiert: fahrbereites Fahrzeug mit 90 % gefüllten Kraftstofftank ohne Zusatzausstattungen.
Internethttps://www.jeep.deFazitEin Jeep® Renegade ist in der 2 WD Version kein richtiger Geländewagen, sieht aber so aus und es wird auch kein Passant bemerken. Einen Allradantrieb braucht man sowieso nicht wenn man auf der Straße bleibt, die Gewichtsersparnis kommt dem Verbrauch zu gute, der war mit unter 5 Liter auf 100 Kilometer bei defensiver Fahrweise extrem niedrig. Der Wagen ist eine absolute Empfehlung, es gibt nur wenige Nachteile, rundum ein tolles Fahrzeug. |