Bochum |
Deutsches Bergbau Museum Bochum |
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+ Anreise, kostenlose Parkplätze, Preis Eintritt, Führung, Aussichtsplattform, Anschauungsbergwerk, Öffnungszeiten, sehr umfangreiche Website – nichts Das Deutsche Bergbau Museum Bochum entwickelte sich seit 1860 aus einer Ausstellung bergbaulicher Utensilien der Westfälischen Berggewerkschaftskasse zum größten Bergbaumusem der Welt. Der Fördergerüst stammt aus der Schachtanlage Germania in Dortmund-Marten und es geht von dort nur 17 Meter tief in ein Anschauungsbergwerk in dem man auf einer Führung oder selbstständigen Rundgang die Zeitabschnitte des Bergbaus kennenlernt. Das Museum ist ein wirkliches Erlebnis, ich hatte es im August 2017 besucht und hoffe die Hinweise und Tipps dazu sind hilfreich. InformationDie Internetseite vom Museum ist auf Englisch und Deutsch verfügbar, die Basisinformationen wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und so weiter findet man sofort. Das Museum ist sehr umfangreich mit Bildern und Texten beschrieben. Ein Besuch ist im Prinzip schon überflüssig, aber auf jeden Fall eine sehr gute Vorbereitung auf das Erlebnis vor Ort. Es gab im August 2017 noch Umbauarbeiten an der Dauerausstellung, darauf wurde ebenfalls hingewiesen.ÖffnungszeitenDie Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Freitag 8:30 – 17:00, Samstag, Sonntag und Feiertag 10:00 – 17:00, die letzte Grubenfahrt ist um 15:30 und die letzte Turmfahrt ist um 16:30. Montag, 1. Januar, 24. bis 26. und 31. Dezember ist geschlossen.Preis6,50 €, bezahlt hatte ich mit Bargeld.AnreiseDie Anreise geht am einfachsten mit dem Mietwagen, es reicht das Sonderziel oder die Adresse in das Navigationssystem einzugeben. Die Parkplätze vor Ort sind zahlreich und kostenlos.LageFödergerüst und Hauptgebäude Das Deutsche Bergbau Museum Bochum liegt im Zentrum Bochums und grenzt hier an ein Wohngebiet. FührungVorführung Druckluftbetriebener Bohrwagen 1950 Die Kurzführungen dauern eine halbe Stunde und finden nur samstags und sonntags mehrmals statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es geht sofort in das Anschauungsbergwerk hinunter und an mehreren Station bekommt man wirklich gute Informationen. Es gab auch kritische Anmerkungen zum Bergbau und den Problemen die damit verbunden waren und immer noch sind. Die Vorführung der Maschinen war teilweise recht eindrucksvoll, die Bergbautechnik Ende der fünfziger Jahre hatte zum Beispiel einen geräuschintensiven Bohrwagen zu bieten. Man bekommt zumindest einen kleinen Eindruck, es fehlte natürlich noch Staub, schlechte Luft und Hitze. RundgangAusbau mit Abstützung und Schienenstrecke Der Rundgang durch die gut 2,5 Kilometer ist jederzeit möglich, ich hatte nach der Führung mir die vielen Bereiche angesehen. Die Technik hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und es wurden in den Bereichen die unterschiedlichen Techniken ausgestellt. Strecke mit größerer Deckenhöhe Die Ausschilderung ist zum Glück gut, denn es gibt oft Seitenstollen die dann enden und man kann schnell den Überblick verlieren. Die Maschinen wurden immer größer und leistungsfähiger. Die Temperatur ist mit circa 14 Grad konstant und niedrig. TunnelfräserTunnelfräser Der Tunnelfräser dient nur um Strecken zu bauen und nicht um Steinkohle abzubauen, die Maschinen bohren sonst eher Tunnel für U–Bahnen oder sonstiges. Der Einsatz wäre hier viel zu teuer. Strebmoderner Streb Das „Bergwerk“ wurde extra für das Museum gebaut, hier sieht man den letzten technischen Stand einer vollautomatischen Abbauanlage. Die Kohle wird mit einer Fräse (hier nicht zu sehen) gelöst und gefördert, die Stempel zur Deckenabstützung rücken dann hydraulisch angetrieben weiter vor. Die Anlage wurde auch kurz bei der Führung aktiviert. SeilfahrtsimulatorDer Seilfahrtsimulator bewegt sich nicht von der Stelle, trotzdem bekommt man einen Eindruck wie es wäre mit einem Förderkorb in 1200 m Tiefe zu fahren. Die Anmiation wurde nicht übertrieben und vermutlich realistisch ausgeführt. Kleine Kinder können hier tatsächlich Angst bekommen! Die „Fahrt“ geht über mehrere Stationen die dann mit Videoeinspielungen anschaulich werden.FördergerüstAussichtsplattform Fördergerüst Das zu seiner zeit weltweit größte Fördergerüst ist vielleicht ein Wahrzeichen von Bochum geworden, es stammt aber von der Schachtanlage Germania in Dortmund-Marten, dort wurde es 1944 erbaut. Die Gerüstanlage wurde 1973 hier in Bochum aufgebaut, die Daten sind beeindruckend: 650 Tonnen Gewicht, 71,40 Meter Höhe, Seilscheibendurchmesser 8 Meter um nur einige zu nennen. Es wird keine Steinkohle mehr gefördert, der Aufzug geht nur noch in das Anschauuungsbergwerk. Ausblick auf Bochum von der Aussichtsplattform Förderturm Der Ausblick auf die Stadt Bochum von der Aussichtsplattform ist bei besseren Wetter bestimmt sehr gut. AusstellungEisenmeteorit 92 % Eisen und 8 % Nickel Die Ausstellung war während des Umbaus natürlich sehr eingeschränkt, aber trotzdem interessant. Eisen fällt manchmal auch einfach vom Himmel, dieser Eisenmeteorit besteht aus 92 % Eisen und 8 % Nickel, eine Eisenerzförderung und Verhüttung kann man so also sparen. Die Sache ist geschichtlich sehr interessant denn so wurden 2 Jahrtausende vor Christus schon Werkzeuge damit hergestellt bevor die Menschheit selbst Eisen erzeugen konnte. KontaktTelefon +49 234 5877 126Telefax +49 234 5877 111 AdresseDeutsches Bergbau Museum BochumAm Bergbaumuseum 28 44791 Bochum Deutschland Internethttp://www.bergbaumuseum.deFazitEin sehr gutes Museum bei dem man einen Eindruck vom Bergbau bekommt, mein Respekt vor den Bergleuten die hier unter schweren Bedingungen gearbeitet haben. Als Besucher bekommt man ja wirklich nur einen Eindruck, kein Vergleich zur Arbeit in 1000 Metern Tiefe bei Hitze und Staub. Die Ausstellung wird nach dem Umbau vermutlich die größte und beste rund um den Bergbau sein, ein Besuch ist absolut empfehlenswert. |